Über mich

Auf einer Ausstellung von Helmut Newton las ich mal folgende kurze Anekdote, die mich sehr amüsierte: Helmut Newton war beim damaligen Bundeskanzler, Herrn Dr. Helmut Kohl und seiner Gattin, Hannelore, zum Abendessen eingeladen. Während des Dinners kam Frau Kohl auf die Arbeiten Helmut Newtons zu sprechen und sagte etwas wie: „Herr Newton, das sind wirklich ganz beeindruckende Bilder, die sie machen - Sie haben sicher eine gute Kamera“. Helmut Newton fühlte sich wohl etwas auf sein Arbeitsmaterial reduziert und tat das ganze erst mal ab. Nach dem Dinner wandte er sich ihr erneut zu und sagte: „Frau Kohl, das war ein ganz ausgezeichnetes Essen, Sie haben sicher gute Pfannen“.

Ich habe mir schon immer gerne Fotos angesehen, egal wer sie geschossen hat und mit welcher Ausrüstung sie entstanden sind. Wichtig ist, dass die Stimmung und Atmosphäre etwas her machen. Beobachten und Dokumentieren sind einfach Dinge, die mir großen Spaß machen - ich glaube, es war logisch, dass ich dies beruflich verfolgen würde.

Und je älter ich werde, desto dankbarer bin ich, eine Tätigkeit ausüben zu dürfen, in der es hauptsächlich um Menschen geht. Ich habe eine schlimme Mathematikschwäche und kann nicht lange sitzen (was einen für eine überraschend große Menge an Berufen disqualifiziert), aber glücklicherweise fiel mir eines Tages diese Kamera in die Hände…

Seit zehn Jahren etwa lebe ich in Berlin und habe das Glück mit einer wunderbaren Frau liiert sein zu dürfen, die genau so viele Eigenarten besitzt wie ich, so dass sie theoretisch nicht vor mir wegrennen dürfte.

Christoph Ekko

Es gibt nur eine Regel in der Fotografie: Entwickle niemals einen Film in Hünchensuppe.
— Freeman Patterson